ST. LUNATICS FEAT. NELLY
Free City
Universal

Dirty South again: Nachdem der aus Mississippi/St. Louis stammende Rapper Nelly mit dem Ohrwurm "Country Grammar" einen internationalen Hit landete, folgt jetzt das Debüt seiner Crew St. Lunatics. Nellys Handschrift ist dabei unverkennbar: Simpel gehaltene Melodiechen werden mit billig wirkenden Plastik-Beats unterlegt, über die dann Singsang-Reime gerappt werden. Auf Tracks mit lustigen Titeln wie "Boom D Boom" oder "Jang A Lang" zeigen die Jungs dabei Gespür für catchy Hooklines, auch wenn die synthetischen Beats ohne Bodenhaftung um sie rumpurzeln. Auf der Single-Auskopplung "Batter Up" leiert im Hintergrund eine Stadionorgel, was dem eh' schon lässig gehaltenen Stück einen merkwürdig schlurfigen Charakter verleiht. Lässigkeit ist hier sowieso das oberste Gebot, inhaltlich weisen die Reime dabei jedoch über Lokalpatriotismus und Sex & Drogen nicht hinaus. Aber der Südstaaten-Rap folgt halt eigenen Gesetzen ... und nach denen haben St. Lunatics hier alles richtig gemacht.
Frank Krings