MACHINE HEAD
Supercharger
Roadrunner

"Prepare yourself", tönen Machine Head auf ihrer Homepage, "for the new definition of heavy: ,Supercharger'". Mal halblang: neue Horizonte werden auf "Supercharger" mitnichten erschlossen. Und das ist auch schon das Problem mit dieser eigentlich gar nicht schlechten Platte. Wir erinnern uns: Nach zwei großartigen Alben brachen Machine Head mit "The Burning Red" ein wie Schalke in der Champions League. Auf "Supercharger" haben sie sich jetzt fraglos wieder gefangen. Die Härte stimmt, und sie konnten genügend gute Songs komponieren, daß sie nicht auf dämliche Cover-Versionen zurückgreifen mußten, die sie fast schon wie The Bates klingen ließen. Andererseits: es ist alles schon mal auf den ersten zwei Alben dagewesen, und im Regelfall auch besser. Daß hier harter Sound eine neue Definition erfährt, wollen wir also mal ganz schwer in Frage stellen. Ähnlich absurd klingt Robb Flynns Versprechen, mit "Supercharger" werde man die Welt erobern. Eher gewinnt Schalke die Champions League.
Stefan Piontek