MACK 10
Bang Or Ball
Cash Money / Universal

Westsiiide! Das war bisher der markante Schlachtruf von Mack 10, dem bulligen Westcoast-Rapper und Ice Cube-Kumpel. Während sich letzterer langsam aufs Altenteil bzw. seine Schauspielkarriere zurückzieht, stapft Mack 10 unverdrossen weiter auf ausgelutschten Gangsterpfaden. Einzige Veränderung auf seinem 5. Album: Statt von Ice Cubes Produzentenposse - bekannt für wuchtige P-Funk-Sounds - lässt er sich jetzt von der Südstaaten-Beatschmiede "Cash Money Millionaires" produzieren. Kein wirklicher Fortschritt, denn die sind für einen Trash-Sound bekannt, der das niedrig angelegte Niveau ihres Erzrivalen - Master P und sein "No Limit"-Label - kaum überschreitet. Zwar schimmert an einigen Stellen noch etwas 70er Funkiness durch, spannungsarme Klischee-Gangsta-Nummern mit besinnungslosen "Murder, Murder"-Refrains sind jedoch die Regel. Immerhin ist mit "Hate In Yo Eyes" - in dem die "Stayin' Alive"-Hookline der Bee Gees nachgesungen wird - wenigstens eine ordentliche Nummer vertreten. Ansonsten tönt das alles einfach nur furchtbar stumpf: "Let the Thugs in the Club!" fordert Mack 10 - nö, besser nicht!
Frank Krings