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THE MAKE UP
Save Yourself K-records / Efa
| Gospel, call-and-response, Musik als religiöses und ekstatisches Gemeinschaftserlebnis: Charismatiker Ian Svenonius und seine Band The Make Up sind schon eine Ausnahmeerscheinung in der US-Indierock-Szene. Ihren Soul à la James Brown mitsamt Garagenpunk-Attitüde lassen sie auf der neuen Platte ins Psychedelische gleiten. Im grellen Licht tauchen auf einmal dunkle Nebelschwaden auf, die gerade den langsameren Stücken etwas Konspiratives, Geheimnisvolles geben. Vor allem, wenn alles immer hypnotischer wird und sich ihre Version von "Hey Joe" im Finale noch unglaublich zu steigern vermag. The Make Up setzen die Gitarre sparsam ein, da sorgt das Anritzen einer Saite für mehr Gänsehaut als so mancher Powerchord. Daß die musikalischen Mittel mittlerweile mehr als 30 Jahre auf dem Buckel haben, sollte keinen zu dem Totschlagwort "Retro" verleiten, solange das ganze derart frisch wie hier rüberkommt. Johnny Lipps |