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MANDO DIAO
Ode To Ochrasy Capitol / Emi
| Mando Diao sind immer noch nicht so berühmt wie die Beatles und die Stones, obwohl sie genau das dickhosig angekündigt hatten. Aber wo immer die Schweden während ihrer 18monatigen "Hurricane Bar"-Tour aufschlugen, waren die Hallen ausverkauft und standen die Fans Kopf. Auf ihrem dritten Album haben Mando Diao nun Eindrücke der Tournee in skurrile Geschichten verpackt. Erzählt wird von komischen Vögeln, die meist Backstage herumlungern, von Städten wie Amsterdam und Aberdeen und von jener geheimnisvollen Stunde, irgendwann am frühen Morgen nach einem Konzert, wenn die Welt plötzlich zum mystischen Ort "Ochrasy" wird. Hier ist alles erlaubt, kann alles passieren. Hier trifft man schräge Typen wie Killer Kaczynski und Tony Zoulias, lernt das Junkiemädchen Josephine sowie einen gewissen Herrn Horst kennen. Und hier frönen Mando Diao mit manischem Wechselgesang, hyperaktiven Beats, nervösen Gitarren und packenden Melodien ihrem aufgeputschten Sixties-Rock'n'Roll. Mal flirten sie dabei mit den Byrds, mal huldigen sie den Kinks, mal lassen sie Raum für Folk- und Chansoneinflüsse. Und natürlich fehlt auch nicht die große, zu Herzen gehende Ballade ("The New Boy"). Keine Frage: In "Ochrasy" lässt es sich gut aushalten. Volkard Steinbach |