MANIC STREET PREACHERS
Lifeblood
Epic / Sony Music

Was ist bloß mit den Manic Street Preachers los? Nicht allein, dass die Revolution diesmal Pause hat, auch musikalisch kommt das britische Trio auf seinem siebten Album ziemlich zahnlos daher. Keine Spur mehr von donnernden Gitarrenschleifen, ekstatischen Rhythmen und packendem Gesang. Dabei stand ihnen diesmal sogar Tony Visconti zur Seite! Doch die Produzenten-Legende hat den Manics einen gnadenlosen Weichspülsound verpasst, der die eh schon eingängigen Songs noch gesichtsloser macht. Schlimm auch die vielen 80er-Reminiszenzen, wobei die gelegentlich auftauchenden U2-Zitate noch das Beste sind. Abhaken und schnell vergessen ...
Volkard Steinbach