MARILYN MANSON
Holy Wood
Interscope / Motor Music

Mit "Mechanical Animals" war "Antichrist" Marilyn Manson zu den Normalsterblichen zurückgekehrt: Ein Rockstar mit Songs über Drogen, Frauen und das kaputte Leben. Mit "Holy Wood" ist er wieder der absolute Antichrist mit Songtiteln wie "Lamb Of God", "The Fall Of Adam" oder "The Death Song". Bereits auf dem Cover zeigt er sich gekreuzigt und halbverwest. Und so klingt er auch: Kein Glamour mehr, kein euphorischer Rock'n'Roll, nur noch Düsternis und schlechte Laune. Die Songs sind in vier Kategorien unterteilt: "In The Shadow", "The Androgyne" (erinnert noch am ehesten an "Mechanical Animals"), "Of Red Earth" und "The Fallen" - im Prinzip sind es vier einzelne EPs, denn die Teile unterscheiden sich zum Teil erheblich. Gemeinsamer Nenner ist lediglich die morbide Grundstimmung - und das Fehlen echter Hits vom Schlage eines "I Don't Like The Drugs". "Mechanical Animals" bleibt das erstklassige Ausnahmealbum, "Holy Wood" geht wieder zurück zum Standard eines "Antichrist Superstar". Leider.
Stefan Piontek