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ANGIE MARTINEZ
Animal House Elektra
| Als toughe Moderatorin des Hip Hop-Senders Hot97 ist Angie Martinez eine Respektsperson. Kein Wunder, dass auch auf ihrem zweiten Album wieder platinschwere Rapper wie Fat Joe, Noreaga oder Missy Elliott dabei sind. Leider führt hier die Jennifer-Lopez-Erfolgsformel (Hip Hop & Latin & Pop) nicht zu passablen Clubhits, sondern in die musikalische Beliebigkeit. So klingt etwa die Single "If I Could Go" wie ein Klon von Jay-Zs aktuellem Hit "Bonnie & Clyde": Seichte Beats, dezent gezupfte Akustikgitarren und ein wenig Latino-Fiesta-Feeling. In dem Stil plätschern viele Stücke dahin, und das sind noch die erträglichsten. Richtig gruselig wird es, wenn die Radio-DJane die immer absurderen Auswüchse der Synthie-Welle im New York-Rap übertrumpfem will: Der Refrain in "Never" besteht aus hochgepitchtem Micky-Maus-Gesang, der eher an deutschen Kirmes-Techno als an Hip Hop erinnert. Hat hier etwa Mark Oh heimlich mitproduziert? Frank Krings
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