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MERCURY REV
All Is Dream V2 / Zomba
| Ja, ist denn schon Weihnachten? Eindrucksvoll hebt sich der synthetische Vorhang aus John-Barry-Polyester von der Bühne, auf der die pathetischen Rührkomiker Mercury Rev ihren Opener "Dark Is Rising" geben. Doch will es nicht so opulent weitergehen in diesem Drama, sind die Instrumente nicht feinziseliert wie noch in ihrem großartigen Opus der Saison '98, "Deserter's Songs". Fiese Gniedelgitarren erheben ihr unrasiertes Haupt, gerockt werden soll hier gar. Nicht, dass der wundervolle Charme der Donahue'schen Truppe abhanden gekommen sei, siehe etwa die Radiohits aus einem freundlichen Paralleluniversum "Nite And Frog" und "Little Rhymes", der Velvet Underground-Tribut "Queen" oder das Zuckerbäcker-Gesäusel "Drop In Time", das ergreifende "Spiders And Files"; hmm, plötzlich wimmelt die Platte vor Hits, hat man sich von den ersten Stücken nicht abschrecken lassen. So ist's. Super, "Deserter's Songs II", Krönung im Triumvirat Flaming Lips und Built To Spill. Als nächstes bitte eine Charles Dickens-Vertonung. Karl Koch
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