METALLICA
s & m
Mercury

Die Ouvertüre stammt von Ennio Morricone. Und das Szenario könnte tatsächlich einem Sergio Leone-Western entliehen sein: Vier Metal-Typen treffen sich zum Shoot Out mit dem 90köpfigen San Francisco Symphony Orchester. Gitarren und Schlagzeug vs. Streicher, Bläser und Harfen. Brutal! Ob unsere Helden das überleben werden? S & M, Symphony & Metallica, Stromgitarren & Geiger, Master Of Puppets & Gebläse. Ein Breitwand-Epos. Aber was zuviel ist, ist zuviel. Gnade! Eine Doppel-CD, bei der einen schon nach zehn Minuten erste Ermüdungserscheinungen heimsuchen. Gott, dass man Rocksongs derart überladen kann, dass sie wimmernd zusammenbrechen, haben wir doch irgendwie schon gewusst, oder? Metallica treten erneut den Beweis an, dass man straighte gute Songs zur opulenten Schmalztorte aufblasen kann. Wenn ich das fiese Lachen von Hetfield richtig deute, handelt es sich hierbei wohl um einen Spaß von vier Metal-Millionären. Ob die Fans mitlachen, wenn sie für diesen Greatest-Metal-Hits-In-Classic-Quatsch 40 Märker berappen müssen, bleibt allerdings abzuwarten.
Mirko Puzic