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BOB MOULD
Modulate Cooking Vinyl / Indigo
| Zischelnde Synthesizer, ein roboterhafter Bass und verfremdete Vocals ... der Einstieg "180 Rain" löst durchaus Irritationen aus. Das soll Bob Mould sein, einer unserer Gitarrengötter zu seligen Hüsker Dü-Zeiten? Jemand, der ohrenbetäubende Gitarrenkaskaden mit klassischen Popformaten zu koppeln wusste, geistert nun mit Samplern und Elektronik herum? Der Bruch zu Moulds zuletzt etwas überraschungsarmem Material ist aber, wie sich schnell rausstellt, nicht so gravierend. Schnell wird der typische Mould-Song mit seinen langen Schlaufen hin zum Refrain wieder erkennbar. Auch die Gitarren kommen zu ihrem Recht, und die Bits und Bytes arrangiert Mould ähnlich wie seine Saitenmonumente. Bekannte Songstrukturen, neue luftige Momente, angenehme Modifikationen bekannter Muster, die hier um vieles frischer rüberkommen, als auf Moulds letzten Solowerken. Also: man sollte den Mann noch nicht abschreiben! Johnny Lipps |