KOOL SAVAS & OPTIK ARMY
Optiktakeover
Optik Records / Bmg

Mittlerweile rüpeln sich derart viele harte Jungs durch die deutsche Hip Hop-Szene, dass man Kool Savas fast schon vergessen hat. Zusammen mit den Zöglingen seines "Optik"-Labels (u.a. Caput, Ercandize) meldet sich der Pionier deutschen Battle-Raps wieder zurück. Dass Kool Savas immer noch einer der grimmigsten und atemlosesten Wortverdreher ist, macht es seinen Kollegen nicht leicht, sich zu profilieren. Mit penetranten Schwulen-Vergleichen wie im unsäglichen "Homo Thugs" klappt das jedenfalls nicht. Originell ist nur Newcomer Kaas, der auf "Geldwelt" sarkastisch von seinen Nebenjobs ("Make Money, Money - auch wenn ich dafür Burger grill ..." ) rappt. Kurze Ausflüge in R&B-Gefilde scheitern hingegen an den Gesangskünsten der Optik-MCs. Mit vertrackten Beats und feierlichem Synthie-Orchester drückt Produzentin Melbeatz der Werkschau ihren persönlichen Stempel auf. Könnte Leuten gefallen, die den Dipset-Style aus Übersee schätzen.
Frank Krings