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NEW ORDER
Waiting For The Sirens Call Warner Music
| Die Helden aus Manchester mit Joy Division-Vergangenheit stehen jetzt noch stärker als beim Comeback-Album "Get Ready" aus 2001 zur eigenen Geschichte. Ok, innovativ klingt das nicht, aber jedem alten Fan wird bei Songs wie "Krafty", "Dracula's Castle" und "Turn" sicher warm ums Herz. Denn hier ist alles in Reinform vorhanden, was den typischen New Order-Sound ausmacht: Peter Hooks melodisches Spiel mit hohen Noten, das seinen Bass wie eine Leadgitarre klingen lässt. Stephen Morris' wie ein Metronom tickender Beat. Die schwirrenden Gitarren und Keyboards. Bernard Sumners unterkühlt melancholischer Gesang. Ausnahmen von der Regel oder besser Variationen derselben finden sich hier natürlich auch, etwa das poppige Titelstück, eine Dancehall-Nummer, das Duett mit der Scissor Sisters-Sängerin Ana Matronic sowie Rock-Abstecher mit "echten" Gitarrensoli. Selbst der Garagenlärmer "Working Overtime" zum Ausklang will nicht wirklich als Selbstverleugnung durchgehen. Wo New Order draufsteht, ist halt New Order drin. Volkard Steinbach |