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PET SHOP BOYS
Release Parlophone / Emi
| Drei Jahre ist es schon wieder her, dass die Karawane der Pet Shop Boys durch deutsche Hallen zog, um ihre Ambitionen für das "Nightlife" zu feiern. Die Kostüme sind mittlerweile entsorgt, die Sounds entschlackt. Das achte Studiowerk "Release" überzeugt mit vergleichsweise einfachen Produktionsstandards, mit einem sanften Zusammenspiel von Gitarre und leisen Keyboards. Neil Tennant und Chris Lowe begehen damit ein Sakrileg: Sie wenden sich wohldosiert dem einst so verhassten Rock zu. Oasis gar stehen Pate für das eingängige "I Get Along", bei "Birthday Boy" erinnern manche Akkorde an die R.E.M. der frühen 90er. Insgesamt fällt das Album sehr ruhig aus, typisch melancholisch, aber auch untypisch oberflächlich. Da kann Johnny Marr im Hintergrund noch so hübsch zupfen. Eine Kinderlied-Bombe wie "The Night I Fell in Love" (ein Song über vermeintlich schwule Affären Eminems) muss sich nun mal an Epen à la "Being Boring" messen lassen. Und da versagen die Pet Shop Boys. So bleiben am Ende des Tages verträumt schöne Lieder voll Liebe und Leid. "Release" klingt nach Alterswerk - aber wir wollen mehr als das. Ulf Lippitz
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