P.O.D.
Satellite
Eastwest Records

Was letztes Jahr Linkin Park, werden heuer wohl P.O.D.: die neuen Könige des Nu-Metal. Mag dieser Titel für manche auch von etwas zweifelhafter Ehre sein, die jungen Dreadlockbuben aus San Diego tragen ihn zurecht. Schön viel Pathos, produziert mit dem richtigen Wumms von Howard Benson, Botschaften an die Jugend, von der Jugend, so ist's brav. Und immer wieder hymnische Refrains - da bleibt kein Wunsch offen bei den Fans. Was P.O.D. uns aber vollends sympathisch macht, ist ihre genreübergreifende Gästeliste. Dancehall-Held Eek-A-Mouse hat einen kleinen Gast-Toast, Christian Lindskog von den schwedischen Blindside röhrt sich eins zum Streichquartett, und Bad Brains-Legende H.R. darf noch mal zeigen, wo der Hardcore-Bartel den Hammer hängen hat. Da verzeiht man dann auch Pink Floyd-artige Kinderchöre. Hatte ich vergessen zu erwähnen, dass P.O.D. irgendwie christlich drauf sind? Demnächst auf dem Kirchentag ihres Vertrauens!
Karl Koch