POMEGRANATE
On Black Peak
Luce / Spv

Die Kombination "ätherische Chanteuse und schüchterner Soundtüftler" ist nicht gerade neu. Umso schwerer fällt es, zwischen Portishead und Moloko eine eigene Nische zu finden. Zum Glück begeben sich Vanessa Rigg und Stef McGlinchey erst gar nicht auf ausgetretene Trip Hop-Pfade. Auf dem zweiten Album des Duos knistert, pluckert und knackt nichts, und auch der Dancefloor ist weit weg. Pomegranate bleiben in den eigenen vier Wänden, warten bis es dunkel und still ist und schwelgen dann im Stil klassischer Alben des "4AD"-Labels in melancholischen Soundlandschaften. Bevor es jedoch zu ätherisch wird, bilden sich lämmchenzarte Popsongs und bluesige Impressionen heraus, dazu sorgen minimalistische Elektro-Balladen für angenehme Erinnerungen an die Young Marble Giants.
Volkard Steinbach