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CHUCK PROPHET
The Hurting Business Cooking Vinyl / Indigo
| Er zählt zu den alten Helden des Gitarren-Undergrounds wie Paul Westerberg, Steve Wynn, Walter Salas-Humara und Chris Cacavas, mit dem er in den 80ern bei Green On Red zusammenspielte. Immer wieder stellt man sich die Frage, wie diese Herren, die nie an die Futtertröge des Rock-Business vordringen konnten, das nötige Kleingeld zusammenbekommen, um neue Platten zu machen, die von den Kritikern in höchsten Tönen gelobt und vom großen Publikum ignoriert werden. Chuck Prophet hat das Glück, dass er als Sessionmusiker begehrt ist. Nachdem er zuletzt für Penelope Houston und Cake in die Saiten gegriffen hat - demnächst steht er mit Warren Zevon im Studio - konnte er sein Salär in ein neues Solo-Album stecken, das anders als der rockige Vorgänger "Homemade Blood" wieder die Singer/Songwriter-Werte beschwört. Balladen und stimmungsvolle Slow-Songs wecken eine romantisierende Atmosphäre zwischen Ghosttown und weitem Westen. Country- und Blues-Zutaten, straighte Rock-Riffs, Stones-Reminiszenzen und von antiquierter Orgel angetriebene Beats sind die Zutaten für einen Songreigen, der trotz überraschender Flirts mit Groove- und Hip Hop-Elementen den Anhängern klassischer "Americana" Rührungstränen in die Augen treiben wird. Volkard Steinbach |