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LESTER QUITZAU
So Here We Are Tradition & Moderne
| Eigentlich entstammt Lester Quitzau der kanadischen Songwriter-Szene. Dann spielte er eine CD voller Bluesklassiker ein und galt fortan als Blueser. Später nahm er seine E-Gitarre, einen Trompeter, einige Loops und eine Rhythmusgruppe und machte merkwürdige Experimente zwischen Blues, Jazz, Rock und Noise. Und im vorigen Jahr konnte man ihn im Sensations-Gitarrentrio Tri-Continental bewundern, wo er für Soundgewitter zwischen Folk, World Music und Blues sorgte. Entsprechend hochgesteckt waren die Erwartungen für sein mittlerweile drittes Solo-Album. Wohin würde die Reise gehen? In Richtung Blues? Rock? Jazz? Noise? Für ihn selbst kommt dieses Album einer Rückkehr zu seinen Wurzeln gleich - und die liegen bei Led Zeppelin. Bluesrock also. Zusammen mit einer Rhythmusgruppe lässt er es gehörig krachen, mit Klassikern und Eigenkompositionen, bei denen sein kraftvolles Gitarrenspiel und seine ruhige Stimme im hübschen Kontrast stehen, der es verhindert, in die Nähe von Gary Moore und Konsorten zu rücken. Nein, Quitzau beherscht selbst bei Tonexzessen noch die Kunst der leisen, zuweilen experimentellen Zwischentöne. Nichts für Freunde des 08-15-Blues! Adrian Wolfen |