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RISE AGAINST
The Sufferer & The Witness Geffen / Universal
| Nach 30 Sekunden weiß man, ob man diese Platte mag oder nicht. Hat man ein Herz für melodisch-kraftvollen Punk mit Hardcore-Sprengseln, dann ist man sofort dabei. Sicher, Rise Against haben das Great-American-Songbook-of-Melodycore aka "Suffer" von Bad Religion intensiv studiert, sind aber trotzdem deutlich abwechslungsreicher als die Urväter. Gemein sind ihnen das Karnickelfick-Tempo der meisten Stücke, der hymnische Chorgesang und die folkigen Melodiebögen - Rise Against streuen aber auch mal eine fragil unkitschige Ballade ("Roadside") ein und machen die bedrückende Midtempo-Walze "The Approaching Curve" samt Spoken-Word-Passagen zum besten Song des Albums. Dank der knalligen, aber nicht zu glatten Produktion von Genre-Fachmann Bill Stevenson (Descendents) könnten Rise Against auch den Neo-Punk-Mainstream, der sonst Dünnbrettbohrer wie My Chemical Romance oder Good Charlotte feiert, erreichen. Und ihnen jede Menge positiver Messages mit auf den Weg geben. Daß Rise Against engagierte PETA-Supporter sind, macht sie nur noch sympathischer. Toby Schaper |