ROB
Don't Kill
Source / Virgin

Landpartie und Romantik statt Urbanität und 80er-Synthetik. Im Gegensatz zu seinen momentan tonangebenden Landsleuten vom Schlage Daft Punk, Air, Bertrand Burgalat etc. schöpft der 22jährige Franzose Rob aus ganz anderen musikalischen Quellen. Der Multiinstrumentalist bedient sich bei komprimiertem ProgRock, beschaulicher Kuschelelektronik à la Michael Rother und mittleren Tangerine Dream sowie psychedelischem Folk. Und das eher naiv denn drogenschwanger. Alles wirkt organisch, friedlich und eigenartigerweise sogar zeitlos, obwohl sich hier Assoziationen vom Rokoko bis zur Früh-70er-Landkommune mit schwerem Rotwein leicht aufdrängen. Eine Platte wie ein verhangenes Aquarell, wobei gar nicht groß auffällt, dass nur bei einem Stück gesungen wird.
Johnny Lipps