SAD ROCKETS
Transition
Matador / Zomba

Früher rockte Sad Rockets mit seinen Mucus 2 die Garage. Jetzt versucht er die Clubs zu erobern, alleine und mit jeder Menge Samples und Grooveboxen bewaffnet. Die Garagen-Vergangenheit läßt ihn indes auch hier nicht los. "Heavy Meta" klingt, als hätte jemand versucht, ein sehr lautes Schlagzeug von ganz nah aufzunehmen, ohne sich um etwaige Verzerrungen zu kümmern. Dazu ein angerotztes Orgelthema ... und fertig ist der Agententhriller-Soundtrack, der Boxen brechen läßt. Und genau dann ist diese Platte am besten, wenn Sad Rockets Sixties-Rock, Soul & Filmscores in den Sampler packt und die Schwarte krachen läßt, ohne dabei im Big Beat-Rappelzappel zu enden. Der Unterschied dazu liegt nicht zuletzt im spürbaren Respekt vor den Sample-Quellen. Von der Serienreife dagegen noch entfernt: seine Reggae-Stolpereien und Down Tempo-Etüden für imaginäre Isaac Hayes-Songs. So entstehen einige Durchhänger, eine dicke Mini-LP hätte es auch getan.
Karl Koch