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JIM O'ROURKE
Insignificance Domino / Zomba
| Hä, ist das die richtige CD? Da dröhnt doch ein abgehangener Southern Rock-Boogie aus den Boxen. Der Mann hat sich wohl 'n Scherz erlaubt! Doch keine Bange, O'Rourke bleibt wie auf dem Vorgänger "Eureka" seiner verspielten, folkigen Leichtigkeit zumeist treu. Wie ein verlorenes Songwriter-Album aus den 70ern mutet diese Platte an, Michael Nesmith, Harry Nilsson, Van Dyke Parks, Peter Hammill, Steely Dan - anspruchsvoller Pop alter Schule. Der ehemalige Avantgarde-Guru hat es sich in einem wundervoll leichten Sound gemütlich gemacht, in dem Pedal-Steel und Fingerpicking-Gitarren mit Pianos durch die Abendluft flirren, bis wieder ein bisschen gepflegter Rock intoniert wird; darüber die sonore Stimme O'Rourkes, wie ein Märchenonkel zur guten Nacht. Und am Ende, da wird das Idyll von einer gewaltigen Lärmapokalypse geschluckt. Karl Koch |