JOSH ROUSE
1972
Rykodisc / Zomba

Der bei Kritikern hoch im Kurs stehende Songwriter aus Nashville begibt sich nach dem luftig-leichten Gitarrenpop seines letzten Albums auf eine Zeitreise ins Jahr seiner Geburt, 1972. Allzu weit von seinen Wurzeln braucht sich Josh Rouse für die nostalgische Rückschau jedoch nicht zu entfernen, denn nach eigener Aussage waren die frühen 70er immer schon die Ära, aus der er das Gros seiner Inspirationen bezog. Nur ließen sich die Vorbilder nie so deutlich erkennen wie diesmal in den authentisch klingenden Arrangements. Steely Dan, Carole King, Al Green, David Bowie, Nick Drake, Hall & Oates, um nur einige zu nennen, standen Pate für durchweg schöne Songs mit den gewohnt bittersüßen Geschichten über Sklavenschiffe, Lichttherapien, verbitterte Flugbegleiter und Singles in New York.
Volkard Steinbach