SIGUR ROS
Takk ...
Emi

Es gibt keine Band, die wie Sigur Rós klingt. Das will heutzutage schon was heißen. Dennoch hält sich die Begeisterung über das neue Album der Isländer eher in Grenzen. Dabei gibt es an liebreizenden Sound-Elegien wie "Glósóli" und "Gong" eigentlich nichts rumzumeckern. Zudem hat die Band, unterstützt vom Streichquartett Amina und einem Orchester, weiter an ihren hypnotisierenden Klanglandschaften gefeilt und die rauschhafte Wirkung der ätherischen Musik noch verstärkt. Aber es fehlt eben das Überraschungsmoment, das einen sprachlos machte, als man 1999 zum ersten Mal Jonsi Birgissons elfengleiche Falsettstimme hörte, die in zeitlupenhaften Songs scheinbar schwerelos über mit Geigenbogen gespielten Gitarren, atmosphärischen Feedbacks und todtraurigen Streichern schwebte. Dieser Zauber ist leider nur bedingt wiederholbar ...
Volkard Steinbach