SLAYER
God Hates Us All
Def Jam / Mercury

Slayer machen Spaß. Immer. Wie ein Pitbull: Immer giftig und so was von aggro. Was waren das für großartige Scheiben - "Reign In Blood", "Seasons In The Abyss", "Hell Awaits". Und so geile Songs, jeder rechtfertigte einen Kniefall, man rutschte ja nur auf Knien. Aber der Pitbull ist alt geworden, irgendwie wirkt er wie kastriert - im Grunde ist noch alles da, aber es fehlt die Idee, was man damit anfangen könnte. Die Gitarren klingen nach Slayer, ohne Frage, und Tom Araya schreit wie immer (okay, natürlich nicht so wie einst im "Angel Of Death"-Intro). Aber die Riffs fehlen. Die zündenden Songideen. Und so bleibt alles reichlich substanzloses Muskelspiel. Aber es gab ja auch Menschen, die die letzte Platte für eine Modernisierung hielten. Die werden "God Hates Us All" vielleicht mögen. Aber sonst?
Adrian Schwarz