THE SLEEPY JACKSON
Personality
Virgin

Jedem Kontinent seinen Rufus Wainwright. Na gut, Amerika hätte da noch Mercury Rev und die Flaming Lips zu bieten, in Sachen überkandidelter Breitwandpop mit psychedelischer Grundierung. Hier also der Australier Luke Steel, Kopf von The Sleepy Jackson. Seine Stimme ist schon sehr speziell, Micky Maus meets Smokie, dünn, und deshalb an so gut wie jeder Stelle mindestens von einem Walküren-Chor gedoppelt. Und wie es die gute Phil Spector-Tradition verlangt, werden auch noch die banalsten Melodien noch ins Tausendfache gedoppelt. Hie und da scheint der Chorgesang der Beach Boys durch. Aber auch nur als Referenz. Denn The Sleepy Jackson sind weit davon entfernt, auch nur einen Hauch Originalität oder gar Hitqualitäten zu besitzen. Epigonaler Größenwahn wird halt auch durch die schönsten Vorbilder nicht besser.
Karl Koch