|
SNOOP DOGG
The Blue Carpet Treatment Geffen / Universal
| Die Zauberformel aller großen Popstars hat auch der ex-Gangbanger aus Compton verinnerlicht. So ist Snoop Dogg im Laufe seiner 14-jährigen Karriere längst zu einer Marke, zu einem "Brand" geworden. Um Fans nicht zu verwirren, bleibt sein beachtlicher Output dabei musikalisch stets berechenbar. So dominiert auch diesmal lässiger G-Funk, zu dem seine Doggpound-Kumpels die Backgrounds beisteuern, den Hauptteil der Platte. Von Timbaland, Dr. Dre und den Neptunes hat er sich knapp vier potentielle Hits schustern lassen. Leider muten sie weniger avantgardistisch als "Drop It Like It's Hot" an. Schade. Inhaltlich überzeugt dafür die Kollabo mit B-Real von Cypress Hill. Angesichts der Gang-Kriege in L.A. beschwört sie über einem feierlichen Klassik-Sample den Frieden zwischen Latinos und Schwarzen. Mit Gästen wie Akon, Stevie Wonder und R. Kelly hält es Snoop aber am liebsten laid back. Was ja auch gut zu seinem unaufgeregten Nuschel-Flow passt. Für Fans ist dieses überraschungsfreie Lebenszeichen der Pimp-Ikone daher keine Fehlinvestition. Frank Krings
|