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STEREOLAB
Cobra And Phases East West Records
| Schrille Bläser, Vibraphone, rasende, komplexe Percussions - kein leichter Einstieg für noch kommenden 75 Minuten der neuen Stereolab. Die Pop-Kompatibilität springt einen nicht gerade spontan an. Die Band dehnt sich aus, deutlich spürbar etwa im 11-minütigen "Blue Milk". Ihr nicht immer einfach zu entschlüsselndes Referenzsystem aus 60er/70er-Elektronik, unterkühltem französischem Flair, brasilianischen Songstrukturen, spacigem Jazz und Soundtrack-Moods hat sich gar nicht mal groß verschoben. Bisweilen werden jetzt über der leichtfüßigen, nach hinten gemischten Rhythmik klaustrophobische Kammermusik-Effekte gesetzt. Diese Platte verwirrt nach dem ersten Hören, wächst aber mit jedem Durchgang. Eine Überforderung der angenehmen Art. Wie schon auf den letzten Platten haben John McEntire, Sean O'Hagan und neuerdings auch Jim O'Rourke auf diesem ungemein vielschichtigen Werk mitgeholfen. Johnny Lipps |