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STONE TEMPLE PILOTS
Shangri-la Dee Da Eastwest Records
| "Gottseidank habe ich keine tödliche Krankheit wie Krebs oder HIV", freute sich Scott Weiland unlängst. Als Junkie muß man schon suchen, etwas zu finden, das ein noch härteres Los wäre. Aber jetzt ist er ja wieder auf der Höhe - und mit neuem Album zurück unter den Lebenden. Die letzte Platte "No. 4" war ein krachiges Lebenszeichen der Totgeglaubten - allerdings mit wenig Innovationen. Man hörte sich das Debüt "Core" nochmal an und schaltete den Stone Temple-Autopiloten ein. Bei "Shangri-La" ist alles anders: STP versuchen nicht mehr, wie Pearl Jam oder Alice In Chains zu klingen. Aber wie dann? Ein Kurs ist schwer auszumachen. Vom Rocker bis zur Aerosmith-Ballade: alles dabei. Die Single "Days Of The Week" ist ein origineller Popsong, gelungen, hitverdächtig. Aber weil jeder Song einen anderen Style hat und Scott Weilands Stimme immer anders klingt, wirkt die Platte wie eine Compilation verschiedener Bands. Von denen einige sehr gute Ideen haben, andere aber nur Ami-Rock von der Stange abspulen. Unterm Strich ein passables Album, dem eine eigene Identität jedoch völlig abgeht. Stefan Piontek |