THE WHITE STRIPES
White Blood Cells
Xl-recordings / Connected

Noch'n Briten-Hype. Naja, immerhin erklärt auch ein John Peel das Geschwisterpaar Jack und Meg White zum "most exciting live act since punk rock or the legendary Jimi Hendrix". Doch Vorsicht - die Erwartungen sollten trotzdem nicht zu hoch geschraubt werden, denn auf "White Blood Cells" klingt die Gitarre / Gesang / Schlagzeug-Kombination doch arg nach einer 70er Jahre-Wohnzimmersession mit Röhrenradio statt Verstärker im Einsatz. Es rumpelt und kracht gehörig, die Riffs sind knapp und kratzig, der Gesang kommt roh. Jeder andere Sound würde aber auch gar nicht zu dem archaisch anmutenden Mix aus Blues, Sixties-Garagenpunk und Früh-70er-Heavyrock passen, der seine besten Momente bei Led Zeppelin und David Bowie ausleiht. Wie überhaupt Deja Vus en masse anfallen. Wogegen auch nichts einzuwenden ist - Retro kann ja ganz nett sein.
Volkard Steinbach