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THE WHITE STRIPES
Get Behind Me Satan Third Man / Xl Recordings
| Da ist wohl wirklich der Satan in Jack White gefahren: Wie der wilde Wutz kreischt er sich durch den Opener "Blue Orchid", darunter der fieseste Gitarrensound seit Menschengedenken, stumpft rockt die Schwester Meg dazu. Bravo. Direkt danach: Ein harmloses Marimba-Geklimper wird durch brutale Band-Orchesterschläge arhythmisch durchzuckt, als hätte ein besoffener Karajan mit einem Bulldozer AC/DC plattgefahren. Brachial! Man sieht, die neue White Stripes ist experimenteller - würde man nicht wissen, dass sämtliche Songs von Jack White stammen, könnte man fast vom Weißen Album der Stripes reden. Denn soviel Vielfalt war noch nie. Ein Lennon-Klavier-Tanzhit, gniedeligste Blues-Freakouts, Soul-Stomper, leise Folkballaden. Wer nach dem ersten Hören dieses Werks die gradlinige Garagenmentalität und eindeutige Kracher vermisst: Nur Mut, nach mehrmaligem Durchgang entpuppt sich dieses Album als Steher erster Güte. Karl Koch
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