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SUGARPLUM FAIRY
First Round First Minute Universal
| Die schwedischen Powerpop-Youngster machen es einem ebenso leicht, sie zu lieben, wie sie zu hassen. Lieben kann man ein solches Album, weil es ungemein vertraut erscheint, jeden Song meint man schon mal gehört zu haben. Hassen kann man es aus dem gleichen Grund. Wer Innovationen sucht, sollte vielleicht lieber Tool hören. Allerdings muss man Sugarplum Fairy zu Gute halten, dass ein derart dreistes Oasis-Rip-Off wie "Sweet Jackie" vom Debüt "Young And Armed" diesmal nicht dabei ist. Die offensichtlichen Einflüsse stammen aus einer Zeit, als die Noren-Brüder noch in der Ursuppe schwammen, und wurden diesmal derart geschickt vermischt, dass sie nicht mehr so unmittelbar zuzuordnen sind. Heraus kommt ein Dutzend luftiger Indiepop-Hymnen wie "The Soul Of The Sun", die garantiert Heerscharen netter Gymnasiastinnen auf die Tanzfläche ziehen werden, und deutlich frischer klingen als etwa die letzte Oasis. Nur, einen Klassiker schreibt man natürlich nicht ausschließlich aus Fremdmaterial, und aus dem Schatten der Großer-Bruder-Band Mando Diao kann man sich hiermit auch nicht lösen. Die haben ihnen einfach (noch) ein Stück Originalität und Finesse voraus. So bleibts dabei: Die kleine Schwester hört Sugarplum Fairy, die Große studiert schon und steht auf Mando Diao. Tobias Schaper |