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TAHITI 80
Wallpaper For The Soul Virgin
| Als vor einem Jahr das erste Tahiti 80-Album "Puzzle" auch auf heimischen Plattentellern landete, machte das Wort von der leider zu spät erschienenen perfekten Sommerplatte die Runde. Dieser Spruch dürfte jetzt im Herbst wieder umhergehen. Denn "Wallpaper For The Soul" knüpft fast nahtlos da an, wo der Vorgänger aufgehört hat. Die vier Franzosen mit dem rückwärts gewandten Blick klingen immer noch so, als würden ihre Landsleute von Phoenix als Boo Radleys Stücke á la Style Council schreiben. Oder so ähnlich. Der Unterschied: mit ihrem Erfolgsalbum im Rücken konnten Tahiti 80 jetzt mal einen der Sache gerechter werdenden Produktionsetat verbraten. Zum Beispiel dafür, sich die Streicher-Arrangements von Richard Hewson besorgen zu lassen. Der hat dereinst die bis heute heftig kritisierten Streicher für Phil Spectors "Let It Be"-Produktion gemacht. Paul McCartney will das Album ja jetzt noch mal ohne rausbringen. Aber genug gefaselt ... bei Tahiti 80 passt es vorzüglich. Wie scheinbar alles. Zwölf schön gepustete Seifenblasen, in denen sich Brian Wilson, die Beatles und der Blue-Eyed-Soul der 80er spiegeln. Bernd Ahlert |