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JIMI TENOR
Out Of Nowhere Warp / Zomba
| Jimi Tenors Kreativität ungebrochen! Diagnose: Anzeichen von Größenwahn!! Fazit: Wunderbar!!! Also mal langsam: Es wäre für den herrlichen Finnen ein leichtes gewesen, ein zweites "Take Me Baby" oder "Sugardaddy" rauszuhauen. Aber nein: Ein Orchester muss her, ein Chor, ein blinder Sitarspieler, ein Arsenal an Instrumenten. An Vorbildern nur die Größten: Prince, Curtis Mayfield, John Coltrane, Pharoah Sanders, Bernard Herrmann, Györgi Ligeti. Wie das in etwa klingen kann, sei nur an dem unglaublichen "Blood On Borsch" beschrieben: Ein Danny Elfman-Frauenchor und neuklassische Bläser treffen auf ein fies bratzendes Metalriff und verzerrtes Krächzen, das Hauptthema schwingt sich auf zu pyramidaler Größe, Bombast hoch zehn, ein sich bis zum Horizont erstreckendes Heer von Vampiren zieht unter blutroter Sonne riesige schwarze Götzenbilder einer Feuerwand entgegen ... Und dann, nur wenig später mit "Spell", setzt es eine lupenreine Curtis Mayfield-Hommage. Abgelöst vom Samurai-Epos "Night In Loimaa", gefolgt von ... Und darüber läßt sich nicht nur trefflich schreiben, nein, diese Musik macht Spaß, ist bombastisch, stimuliert und überwältigt. Diese Platte hat Mut, sie hat Soul, und sie wird sich kaum verkaufen lassen. Karl Koch |