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TINDERSTICKS
Can Our Love ... Beggars Banquet / Connected
| Ließen die britischen Berufsmelancholiker auf dem letzten Album "Simple Pleasure" überraschend etwas Licht in ihre Schattenwelt dringen, scheint zwei Jahre später nach kreativer Pause und Labelwechsel alles wieder beim Alten. Gleich der Albumauftakt trägt den Titel "Dying Slowly" und zeigt die Welt aus der Sicht eines Loners, der zur Erkenntnis kommt, dass sein langsames Sterben immer noch dem Selbstmord vorzuziehen ist. Auch sonst bieten die acht Songs Sänger Stuart Staples genügend Raum zu schwermütigen Posen, die er mit gewohnt melodramatischer Stimme intoniert, umgeben von ausladenen Arrangements mit Streichern, Bläsern, Orgel und bedächtig gesetzten Gitarrentönen. Langsam, fast andächtig auch das Tempo, in dem das Sextett seine Gefühlswelten in warme, kammermusikalische Folk-Klänge kleidet. Doch trotz aller Melodien in Moll: so richtig düster klingen die Tindersticks auch diesmal nicht - dafür stecken zuviel Soul- und Burt Bacharach-Einflüsse in den Harmonien und Arrangements. Volkard Steinbach |