T.O.K.
Unknown Language
Groove Attack

Ragga, Dancehall, Reggaeton - müssen wir seit Sean Pauls Chart-Hits noch ernsthaft über den Pop-Appeal der schnellen Reggae-Varianten diskutieren? Nein, und mit T.O.K. steigt die erste Boy-Group dieses Genres ins Rampenlicht. "Boy-Group" im Sinne von vier im Kanon singenden und durch reichlich Doo-Wop und R&B beeinflussten Jungs, die ganz nach vorne wollen. Die aktuellen digitalen Riddims aus Jamaica sind für T.O.K. gerade gut genug, um im Wechsel von Herzschmerz-Hooklines und grimmigen Ragga-Ansagen die Party loszutreten. Da darf auch zum ausgelutschten "Louie, Louie"-Riff der olle Shaggy noch mal mitmischen. Bei soviel poppiger Effekthascherei geht der versteckte Sexismus der Jungs, die im mehrstimmigen Crooner-Chorus penetrant weibliche Rundungen anpreisen, leicht unter. Trotzdem ein gelungenes, schön melodiöses Ragga-Album.
Frank Krings