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TORI AMOS
The Beekeeper Epic / Sony Music
| Dass man bei Tori Amos zu wenig Musik fürs Geld bekommt, ist nicht zu befürchten. Eher zuviel des Guten. "Scarlett's Walk" hatte schon Doppelalbum-Länge, und auch auf ihrer neuen CD schöpft die Sängerin mit 19 Songs die Speicherkapazität des Mediums voll aus. Bei einer solchen Stoffülle gibt es meist einige Füllsel. Doch hier muss man nach solchen lange suchen. Wenigstens ein Dutzend Titel sind großartig, weil in jenem jenseitigen Pianostil gehalten und mit solcher Emphase intoniert, wie man es nur von Tori Amos kennt. Man höre nur das sehnsüchtige, nahezu ganz auf Stimme und Klavier reduzierte "Toast", das zärtliche "General Joy", das ätherische "Barons Of Suburbia", das prächtige Duett mit dem Songwriter-Talent der Stunde, Damien Rice, "The Power Of Orange Knickers", sowie das rhythmisch vertrackte Titelstück. Neben solchen Kostbarkeiten mit fast klassischen Klavierfiguren bietet "Beekeeper" auch unerwartete Abstecher zu R&B, Latin-Pop, 70er Songwriter-Kunst und mit "Original Sinsuality" auch einen seltsamen Spagat zwischen Soul und Folk, dessen öliger Chorgesang der einzige Minuspunkt auf einem Album ist, das zu Tori Amos' besten gezählt werden muss! Volkard Steinbach
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