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TRAVIS
12 Memories Independiente / Sony Music
| Beatles-Fans freuen sich schon auf "Let It Be" als "Director's Cut" ohne die ganze Streicher-Soße. Derweil haben Travis in einem provisorischen Studio an der Westküste Schottlands schon mal ihre eigene Version von "Let It Be" eingespielt - natürlich nicht orginalgetreu, aber doch inspiriert von. Will sagen: Ihr viertes Album markiert nach dem etwas enttäuschenden Schnellschuss "The Invisible Band" eine Rückkehr zu Melodien und Balladen, die man als ganz großen, beatlesken Pop bezeichnen darf. Jeder Song hat das Zeug zum Travis-Klassiker á la "Driftwood" und "Why Does It Rain On Me" - Songs, die auch nach Jahren noch im Kopf rotieren. Überhaupt hat man selten derart überirdisch schöne Klavierstücke gehört wie "How Many Hearts", die Single "Re-Offender" (nimmt es in Sachen Passion locker mit Coldplay auf), sowie den Hidden Track. Ähnlich erlesen geraten auch die unaufdringlichen, überwiegend akustischen Arrangements mit vielen gelungenen Einfällen: ein Cello in "Quicksand", die indische Tambura in "Mid-Life-Crisis", verzerrte Rockgitarren in "Happy To Hang Around". Keine Frage: Travis' bestes Album! Volkard Steinbach |