TRICK DADDY
Thug Matrimony
Slip-n-slide / Warner Music

Wenn ein Rapper aus Miami stolz darauf ist, dass seine Musik in Strip-Bars läuft ... ja, da fällt einem doch spontan die versaute 2 Live Crew ein. Das passt insofern, als auch Trick Daddy gerne über basslastigen Synthiebeats von Sex-Abenteuern prahlt. Auf seinem sechstem Album lässt es der knasterfahrene 30-jährige aber auch ruhiger angehen: Das soulige "Sugar" zusammen mit Ludacriss und Cee-lo hätte auch aufs letzte Outkast-Album gepasst. Der kitschige "Childrens Song" mit Kinder-Chorus lässt sich hingegen nur als Bewährungs-Auflage erklären. Und der Rest? Ist "Dirty South" 2005: Mal relaxt, mal mit aufgekratzten Synthie-Arrangements, dazu die ewig gleichen Aufreissereien beim holden Geschlecht. Dieses darf immerhin im Background-Chor dem alten Chauvi Paroli bieten. Pimp-Mucke eben.
Frank Krings