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TRICKY
Blowback Epitaph / Connected
| Was der britische Trip Hop-Pionier Adrian Thaws alias Tricky nach den genialen Alben "Maxinqaye" und "Nearly God" an Sounds, Samples und neurotischen Wortkanonaden auf CD packte, war gelinde gesagt unhörbar. Man denke nur an die düsteren Epen "Angels With Dirty Faces" und "Pre-Millennium Tension". Doch bereits "Juxtapose" - das erste Album nach dem Umzug von Bristol nach New Jersey - zeigte den exzentrischen Querkopf auf dem Weg zurück zum Pop. "Blowback" geht jetzt noch einen Schritt weiter. Und zwar sowohl zurück als auch nach vorne. Zurück, weil "Blowback", was die Eingängigkeit der Songs angeht, direkt an sein Debüt von '95 anknüpft. Nach vorne, weil Tricky locker Hip Hop mit 2-Step, Elektro-Pop, Soul und Ragga kreuzt und auch keine Angst vor purem Rock mit fetten Gitarren hat. Ganz im Gegenteil: Tricky 2001 rockt das Haus. Das zwar nicht unbedingt mit der skurrilen Elektro-Coverversion von Nirvanas "Something In The Way", dafür aber umso mehr mit "Girls" und "Bury The Evidence", die auch so heavy ausgefallen sind, weil sich hier Flea, John Frusciante und Anthony Kiedis von den Red Hot Chili Peppers mächtig ins Zeug legen - wie auch die anderen Gäste Alanis Morissette, Ed Kowalczyk von Live, Cyndi Lauper, Ambersunshower und der großartige Rapper/Toaster Hawkman aus Jamaika. Seinem Faible für Kollaborationen ist Tricky also treu geblieben. Volkard Steinbach |