|
SUZANNE VEGA
Songs In Red And Gray Motor / Universal
| "Nine Objects Of Desire", das letzte Studioalbum der Sängerin und Songschreiberin aus New York, markierte eine Neuorientierung. Statt Zuckerwatten-Folk und Coffeehouse-Balladen wagte sich Suzanne Vega an eine spannende Mischung aus Rock, Bossa Nova, Blues, Jazz und Elektronik. Fünf Jahre später ist fast alles wieder beim Alten. Und das hat seinen Grund. Die zerbrechlich wirkende Sängerin mit dem samtenen Timbre hat eine Scheidung hinter sich. Dieses Beziehungsdrama mit Ex-Ehemann und Ex-Produzent Mitchell Froom prägt die 13 Titel und macht "Songs ..." zu ihrem persönlichsten, intimsten Album. Wenn das Herz bricht, kann man nicht an musikalische Experimente denken. Dann packt auch eine Suzanne Vega ihre manchmal bitterbösen Poesien in jene zarten Singer/Songwriter-Pretiosen, die sie immer schon perfekt beherrschte. Will sagen: "Songs ..." mit seinen ätherisch schönen Melodien ist klassischer Greenwich Village-Folk, der nur deshalb nicht komplett nach den immer noch wunderschönen Alben "Suzanne Vega" und "Solitude Standing" klingt, weil Produzent Rupert Hine und Rhythmus-Programmierer Nick Pugh (Tricky, Massive Attack) für einen moderat modernen Anstrich gesorgt haben. Volkard Steinbach
|