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COSMO VITELLI
Clean Disque Solid / Virgin
| Oben in der großen Halle zelebrieren Alcazar und Sophie Ellis Bextor ihren europäischen Retro-Disco-Glamour. Unten, im etwas schmuddeligen Keller, ruft Cosmo Vitelli zur Damenwahl und läßt den Schweiß von den Wänden tropfen. Irgendwie schmierig kommt die Musik des Franzosen rüber; klein der Sound, aber doch mit dem Wunsch nach Größe. Ihn unter 80s-Electro-Revival zu subsumieren, tut dem Mann jedoch unrecht - zu weit gefächert ist sein Stil. Neben Party-Stompern, die alles zwischen New Order, Army Of Lovers, Daft Punk, Afrika Bambaataa und 89er Rave-Sound streifen, finden sich auch seltsam atmosphärische Songs, die einem Zwischenreich träumerischen Kitsches entsprungen sind, verstoßene Kinder von Air und Jean Michel Jarre. Was für ein merkwürdiges Album: versponnen und banal, süßlich und streng, aber absolut eigenständig. Karl Koch
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