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WATERBOYS
Karma To Burn Puck Records
| Live-Alben machen nicht viel Sinn, wenn Bands auf der Bühne ähnlich wie im Studio klingen. Im Fall der Waterboys war das nie so, schon weil Mike Scott, Kopf und Sänger der schottischen Band, dauernd das Personal wechselte. Mit der Besetzung, die auf dem 2003/2004 mitgeschnittenen "Karma To Burn" zu hören ist, hat er allerdings einen Glückgriff getan: Selten klangen die Waterboys euphorischer und aufgeputschter. Dabei ist es gar nicht wichtig, wie viele Hits und Klassiker sie hier spielen - die sind natürlich von "Fisherman's Blues" bis "Glastonbury Song" auch dabei. Beeindruckender ist vielmehr, mit welcher Hingabe die Band das Folk-Feuer entfacht und Rock mit Pathos verbindet, ohne das es peinlich wird. Nur einmal wirkt die Spielfreude übertrieben, aber bei einem Song der "Return Of Jimi Hendrix" heißt, kommt man wohl um endloses Gitarrengegniedel nicht herum. Volkard Steinbach |