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WEEZER
Make Believe Geffen / Universal
| Witzischkeit kennt kein Pardon. Wenn sich Fußball-Prolls, Ironiker, Bundies und Pop-Professoren im selben Mosh-Pit wieder finden, liegt es wohl am unglaublichsten Stück handgesägten Bastard-Pops, jenem illegitimen Sohn von "I Love Rock'n Roll" und "The Joker", der Single, der Hymne, dem Überstück "Beverly Hills". Dazu kommt noch ein Fetenhit wie "We're All On Drugs", das Besserungsgelöbnis eines Grobians namens "Pardon Me" und die wunderschöne Nachtballade "You Freak Me Out", um zu zeigen, dass Weezer die Hits nicht verlernt haben. Wie eh und je stampfen die Gitarren meist stoisch brutzelnd durch die feinen Songs der vier Buben, das Ganze mit guter Butter produziert von Vollbartlegende Rick Rubin. Oh doch, sie können auch anders, werden sogar richtig flott in "My Best Friend", klingen plötzlich mit "This Is Such A Pity" nach Ultravox. Die wahre Größe dieser Pop-Narren ist aber immer wieder ihre Langsamkeit, ihr doppelschneidiges Pathos und die unglaubliche Einfachheit. Manche Dinge dürfen sich einfach nicht ändern. Karl Koch
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